MUSIKDORF ERNEN FESTIVAL 2017

MUSIKDORF ERNEN FESTIVAL 2017

GÉZA ANDA FESTIVAL 2016

HORTENSE ANDA

HORTENSE ANDA-BÜRLE

1.) 2015 (Jury

Alexei Volodin#

Alexei Volodin

  • Alexei  Volodin
  • Russische Föderation
  • Alter: 40
  • männlich
  • Profilaufrufe: 4515
  • Concours (Platzierung): 2003 (1.) 2015 (Jury)
Über mich:

« Ich kann nicht genug wiederholen, wie sehr der erste Preis beim Concours Géza Anda 2003 mein Leben verändert hat. ».

 

 

Alexei Volodin

gehört seit seinem 1. Preis beim Concours Géza Anda 2003 in Zürich zur Weltelite. Sein aussergewöhnlich vielfältiges Repertoire reicht von Beethoven und Bach über Tschaikowsky, Rachmaninow, Prokofiev und Skrjabin zu Gershwin, Schtschedrin und Kapustin. Er wurde 1977 in Leningrad geboren, studierte am Gnessin-Institut Moskau und später bei Elisso Virsaladzé am Moskauer Konservatorium. 2001 setzte er seine Studien bei der International Piano Academy Lake Como fort.

2014/15 war er Artist-in-Residence beim Mariinsky-Theater. Er spielt regelmässig mit Valery Gergiev zusammen, etwa in Konzerten in Rotterdam, mit den Münchner Philharmonikern und dem London Symphony Orchestra. Zu Höhepunkten der Saison 2016/17 gehören Konzerte und Tourneen mit dem SWR-Sinfonieorchester, dem NHK-Symphony Orchestra Tokyo, dem National Russian Orchestra unter Mikhail Pletnev, dem Montreal Symphony Orchestra.

Als gefragter Pianist ist Alexei Volodin in den wichtigsten Konzertsälen zu hören, etwa bei der Londoner International Piano Series, den Proms und in der Wigmore Hall, im Wiener Konzerthaus, in der Alten Oper Frankfurt, im Münchner Herkulesssal, in der Tonhalle Zürich, der Gulbenkian Foundation in Lissabon, dem Nationalen Konzertsaal Taipeh, dem Auditorio Nacional de Madrid, dem Palau de la Música in Barcelona, dem Concertgebouw in Amsterdam, der Salle Pleyel in Paris und dem Grossen Saal des Moskauer Konservatoriums. Er ist gern gesehener Gast bei Festivals wie dem Kissinger Sommer, in La Roque d’Anthéron, dem Festival La Folle Journée, dem Festival „Die Sterne der Weissen Nächte“ in St. Petersburg und dem Osterfestival in Moskau.

Alexei Volodin hat bei den Labels Live-Classics und Challenge Classics Solowerke von Beethoven, Schumann, Ravel und Skrjabin und Rachmaninov eingespielt. Seine Chopin-CD gewann einen Choc de Classica und wurde von Diapasson mit fünf Sternen bedacht.

> www.alexeivolodin.com

 

Künstlerische Bewertung durch die Jury 2003

 

Der aus St. Petersburg – der neben Moskau zweiten russischen Pianis-tenhochburg – stammende Alexei Volodin zeigte sich im Verlauf des Concours Géza Anda als eine künstlerische Persönlichkeit gewissermassen von variabler Unerbittlichkeit. Mutig, bisweilen kompromisslos vertritt er seine Ansichten auf der Grundlage einer nicht nur hervorragend, sondern erregend ausgebildeten Technik, die es ihm erlaubt, etwa mit den Schwierigkeiten und den Ausdruckstemperaturen einer Chopin-Etüde (op. 25,11!) zu «spielen». Das heisst: es ist ihm gegeben, auch unter grossem Leistungsdruck in Klang und Phrasierung seine Meinung über ein Stück zu formulieren. Volodin kommt seiner Zuhörerschaft nicht bequemend entgegen, vielmehr sucht er die Auseinandersetzung, wenn er «seinen» Mozart intoniert, wenn er Beethovens Es-Dur-Klavierkonzert (op. 73) stolz und treibend, dabei jederzeit beherrscht zur Diskussion stellt. Kraft, Ausdauer, wenn man will: elegante Robustheit prädestinieren Volodin zu einer pianistischen Laufbahn von Dauer mit allen Chancen zu musikalischer Fortentwicklung. Als Zugabe im Rahmen des Finalkonzerts – da schon preisgekrönt – verwöhnte er das Publikum mit einem glanzvollen, ungemein ausgefeilten Ausschnitt aus Mikhail Pletnevs «Dornröschen»-Bearbeitung – der markante Abschluss eines anstrengenden Wettbewerbs im Sinne einer hoffnungsvollen Gewinner-Zukunft.

 

Pressestimmen

 

Alexei Volodin gehört seit seinem Gewinn des Géza-Anda-Wettbewerbs in Zürich 2003 zur Weltelite. Nun veröffentlicht Challenge Classics bereits die dritte CD mit ihm. Und er ist nach Werken von Schumann, Chopin, Ravel und Skrjabin bei Rachmaninow angekommen, könnte man sagen. Als Schüler der Gnessin-Schule und des Moskauer Konservatoriums hat er die Interpretationsgeschichte von Rachmaninow sozusagen von klein an aufgesogen. Und so überaus eindrucksvoll weiss er denn auch die von ihm ausgewählten Werke zu interpretieren.

 

Schon in den Corelli-Variationen ist vor allem seine Anschlagsensibiität und seine dynamisch-dramatische Weite beeindruckend. Man erlebt hier einen durch und durch mit der Gedanken- und Gefühlswelt des grossen russichen Spätromantikers vertrauten, ja seelisch verbundenen Pianisten, der dann in den Préludes in lyrischer Hinsicht noch zulegt. In diesen Charakterstücken spürt er den musikalisch umgesetzten Gefühlswelten so persönlich nach, dass man sich kaum erinnern kann, wann man diese Stücke besser gehört hat. Pedaleinsatz, Phrasierung und dynamische Ausleuchtung sind so berauschend miteinander verquickt, dass man ihm jede Phrase als gefühlt abnimmt. Selbst im virtuosen cis-Moll-Prélude vermag er Nuancen heraufzubeschwören, die man so nur selten hört. Die grosse b-Moll-Sonate nimmt er dann allerdings gerade im ersten Satz etwas zu unwirsch, auch wenn er den dramatischen Bogen zu halten versteht und im zweiten Satz wieder sein grossartiges lyrisches Talent unter Beweis stellt.

 

Alexei Volodin beweist, dass er zu den grossen Pianisten unserer Zeit zählt.

 

Piano News 3/2013 - Carsten Dürer

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